Sicherstellungskongress 2019: Versorgungssteuerung nach medizinischen Kriterien

Ein Thema des diesjährigen Sicherstellungskongresses der KBV waren die unterschiedlichen Trägerstrukturen in der ambulanten Versorgung: Wird die hausärztliche Einzelpraxis den heutigen Bedarfen noch gerecht? Welche Rolle spielen heute und in der Zukunft Arztnetze und MVZ?

Der BDL engagiert sich für die wohnortnahe Patientenversorgung, auch in den besonders ländlichen Gebieten. Damit die Hausarztpraxis auf dem Land in 10 oder 20 Jahren ihren Auftrag noch erfüllen kann, bleibt sie auf die Leistungen der ärztlichen Diagnostiker und hier insbesondere der Labormedizin angewiesen.

Die Rahmensetzungen in Politik und Selbstverwaltung müssen stimmen. Wichtige Stichpunkte in diesem Kontext sind: auskömmliche Finanzierung laborärztlicher Leistungen, einschließlich der Probeninfrastruktur, -logistik und EDV/TI-Kosten. Kein Ausspielen von Diagnostikern gegen die sogenannte "sprechende Medizin"; die innerärztliche Zusammenarbeit in Diagnostik und Therapie muss konsequent gefördert werden. Die Versorgungssteuerung muss wieder durchgängig an medizinischen Kriterien orientiert werden.

Die Themen des Sicherstellungskongresses 2019 von der intersektorellen Planung über die Notfallversorgung bis zur innovativen Patientensteuerung zeigen, dass kein Bereich isoliert gedacht werden sollte. Die Laboratoriumsmedizin übernimmt bei der Intersektoralität, Arzt-zu-Arzt-Kommunikation und Qualitätssicherung eine wichtige Vorbildfunktion!